Orthomolekulare Prävention


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Ascorbin

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist in Apotheken preiswert als Pulver in Dosen zu 100 Gramm (g) erhältlich. Das oft beiliegende Spielzeuglöffelchen kann man getrost entsorgen. Die normale Tagesdosis liegt zwischen einem gestrichenen und zwei gehäuften Teelöffeln (TL), jeweils einer nach dem Frühstück und einer nach dem Abendessen. Dies entspricht ungefähr 2 - 8 g Ascorbin, im Durchschnitt 2x2 g pro Tag Die Dosiseinstellung ist individuell sehr unterschiedlich und reicht im Extremfall von 0,25 bis weit über 20 g pro Tag.

Man kann das Pulver pur nehmen und ein kleines Glas Mineralwasser oder Fruchtsaft nachtrinken oder das Pulver in Leitungswasser oder Orangensaft auflösen und auf einmal trinken. Wenn es seitens der Alltagsumstände praktikabel ist oder wenn die Darmnebenwirkungen (Blähungen, Durchfall) zu stark sind, ist eine schluckweise Einnahme alle 1 - 3 Stunden über den Tag verteilt ökonomischer und verträglicher. Wie auch bei Obst- oder Weinsäure sollte ein langer Kontakt mit dem Zahnschmelz vermieden werden.

Liegt das Körpergewicht (KG) über oder unter 70 kg, nimmt man entsprechend mehr oder weniger Pulver entsprechend 0,5 – 1 g pro 10 kg KG. Dies gilt auch für Kinder. Neugeborene erhalten 50 Milligramm (mg) täglich, z. B. ein gehäuften TL Vitamin C oder das nicht saure, leicht salzig schmeckende Natriumascorbat auf eine Tasse Leitungswasser (100 - 125 ml), davon eine Spritze mit 1 ml (entsprechend 50 mg) aufziehen. Den Rest kann man selbst trinken. Da die Lösung oxidiert und damit wirkungslos wird, ist sie täglich neu anzusetzen.

Es wird zur grundsätzlichen Vermeidung von Kontaminationen mit Bakterien, Pilzen oder Viren nicht aus dem Vorratsgefäß gelöffelt, sondern das Pulver wird aus dem Vorratsgefäß auf den Löffel geschüttet.

Selen soll gleichzeitig mit Ascorbin eingenommen nicht so gut resorbiert werden; deshalb nimmt man Selen, auch als Bestandteil eines Kombinationspräparates, zu Beginn einer Mahlzeit und die Ascorbinsäure am Ende der Mahlzeit.

Stress, egal welcher, erhöht den Ascorbinbedarf enorm. Auch chronisch Kranke brauchen mehr Ascorbin als Gesunde. Man kann sich an der Verdauung orientieren und an stressigen Tagen die Dosis soweit erhöhen, bis gerade noch kein Durchfall auftritt. Magenkranke vertragen oft das säurefreie Natriumascorbatpulver besser.

Aminosäuren

Angegeben sind jeweils durchschnittliche Tagesdosen für Gesunde, die bei Krankheiten individuell nach oben modifiziert werden müssen. Der angegebene Bedarf für Gesunde kann mit einer nicht vegetarischen Ernährung u. U. gedeckt werden.

Name Tagesdose
L-Lysin:   500 mg
L-Prolin:    375 mg
L-Arginin: 250 mg
L-Carnitin: 250 mg
L-Cystein:  50 mg

Oligomere Proanthocyanidine (OPC), Polyphenole

Der Bedarf an OPC ist in der angegebenen Dosierung nicht mit der Nahrung zu decken, antientzündlich, tumorhemmend und Ödeme ausschwemmend. Bereits 300 mg pro Tag wirken antihypertensiv.

Name Tagesdose
OPC aus Traubenkernextrakt: 500 mg

Fettsäuren

Name Tagesdose
Omega-3-Fettsäuren, Linolensäure als Leinöl 1-3 EL/Tag

Man nimmt das Leinöl kalt ein. Angebrochene Flaschen halten sich 3 - 4 Wochen im Kühlschrank.

Vitamine, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralien

Name Tagesdose
Vitamin A: 500 Internationale Einheiten (I.E.)
ß-Carotin 500 I.E.
Lycopin 1,3 mg
(eine gute Lycopinquelle sind tgl. 2 TL Tomatenmark)
Lutein /Zeaxanthin 1,3 mg
Vitamin E: >50 I.E.
Vitamin D 1000 I.E. (bzw. nach Blutspiegel)
Vitamin B1 1,0 mg, ab dem 60. Lebensjahr: >4,0 mg
Vitamin B2 1,2 mg, ab dem 60. Lebensjahr: >4,2 mg
Vitamin B6 1,2 mg, ab dem 60. Lebensjahr: >4,8 mg
Vitamin B12 3 Mikrogramm (µg), ab dem 60. Lebensjahr: >6 µg (bzw. nach Blutspiegel)
Biotin 70 µg, ab dem 60. Lebensjahr: 170 µg
Folsäure 400 µg, ab dem 60. Lebensjahr: 1300 µg
Niacin 12 mg Niacin-Äquivalent, ab dem 60. Lebensjahr: 57 mg
Pantothensäure 6,0 mg, ab dem 60. Lebensjahr: 23 mg
Chrom 60 µg
Kupfer 1000-4000 µg
Molybdän 80 µg
Selen 33-200 µg (bzw. nach Blutspiegel)
Zink 8,0-40 mg (bzw. nach Blutspiegel)
Coenzym Q10: 10-30 mg
Magnesium 160-240 (-900) mg
Jod 0 (Hashimoto) – 100 – 200 µg

Die täglich erforderliche Jodmenge von 200 µg kann in Form von Jodkapseln, Jodsalz (10 g enthalten 200 µg) oder Salzwasserfisch 2x pro Woche aufgenommen werden. Lachs, Hering oder Makrele stellen so auch eine ausreichende Quelle für Omega-3-Fettsäuren dar (nicht hingegen für Vitamin D!). Liegt eine Hashimoto-Thyreoiditis vor, sollte außer während einer Schwangerschaft kein Jod eingenommen werden.

Name Tagesdose
Eisen Nach Blutbild
Calcium 1 g / Tag

Eisen muss normalerweise nicht substituiert werden. Ggf. richtet sich die Dosierung individuell nach Ferritin- und Hämoglobinwert.

Der Tagesbedarf liegt bei circa 1000 mg. Er kann in Form von Milchprodukten, Mineralwasser oder Calciumtabletten gedeckt werden. Die Höchstdosis von 2000 mg sollte nicht überschritten werden.

Der tägliche Wasserbedarf liegt bei mindestens 1,5 Liter.

Diese Kombination an Naturstoffen ist zur Krankheitsprävention geeignet, da damit Schäden vermieden werden können, die durch eine Unterversorgung mit lebenswichtigen Stoffen entstehen können.

Auch die hinreichend bekannten Empfehlungen haben sich als vorteilhaft erwiesen, wie mindestens 30 g an Ballaststoffen zu sich zu nehmen, reichlich Gemüse und Fisch und weniger Fleisch zu essen sowie auf die Kalorienzufuhr zu achten.

Gleichermaßen bedeutsam sind aber auch Maßnahmen der allgemeinen Hygiene wie häufiges Händewaschen und eine ausreichende körperliche Bewegung, das heißt, aller Gelenke des Körpers, durch täglich 15 bis 30 Minuten Gymnastik und Kraftübungen (Kniebeugen, Liegestützen, Klimmzüge, Gymnastik). Das gelingt nur mit einigermaßen intakten Gelenken und Muskeln. Untrainierte Ältere können sich also nur fit halten, wenn sie vorher ihren Körper orthomolekular gut versorgt haben.

Orthomolekulare Therapie

Diese ist sehr individuell und gehört zur ärztlichen Beratung.

Dr. med. Bernhard Welker
Facharzt für Gynäkologie
und Geburtshilfe
Königstr. 29
53115 Bonn

Tel.: +49 (0) 0228 – 22 44 80
welker-bonn@t-online.de


Gesundheitsseite Dr. med. B. G. Welker

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