Was ist Orthomolekularmedizin?


Viele weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite: www.dgom.de


Orthomolekular-Medizin ist die präventive und therapeutische Verwendung natürlicher, körpereigener Substanzen in wirksamer Dosierung, um ein gesamtes Leben in guter Gesundheit zu ermöglichen. Erst in zweiter Linie oder bei Unfällen oder vorbestehenden Krankheiten kommen Medikamente oder Operationen zum Einsatz.

Meine Praxis besteht seit 1990. Von Anfang an lagen mir die gesundheitlichen Probleme meiner Patientinnen sehr am Herzen. Oft schon ab 50 Jahren und sogar früher traten – nicht gynäkologische – Krankheiten auf, die das Leben erschwerten, degenerative und autoimmune Erkrankungen sowie Zivilisationskrankheiten, deren schicksalsmäßiger Verlauf eigentlich vermeidbar wäre oder zumindest verbessert werden könnte. Kaum eine der über 80-Jährigen fühlte sich noch wohl. „Man wird zwar alt, aber es ist nicht mehr schön“ war der allgemeine Tenor.

Deshalb begann ich vor vielen Jahren, Orthomolekular-Medizin und Prävention zu integrieren, weil ich dieses Leid und Elend nicht mehr mit ansehen konnte.

Im Sinne einer möglichst guten Prävention gewinnt die Orthomolekular-Medizin immer mehr an Bedeutung. Etliche degenerative Krankheiten, Autoimmunerkrankungen und Zivilisationskrankheiten lassen sich damit vermeiden oder in ihrem Verlauf günstig beeinflussen.

Orthomolekulare Behandlungen zählen zu den besten Therapien, die die Schulmedizin aufzuweisen hat. Im Gegensatz zur Behandlung von Symptomen sind sie kausal (ursächlich) und beseitigen den Mangel an lebenswichtigen Stoffen.

Beispiele für etablierte orthomolekulare Präventionen und Therapien sind die präkonzeptionelle Verabreichung von Folsäure zur Vermeidung von Neuralrohrdefekten beim Embryo, die Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion mit L-Thyroxin oder die eines Diabetikers mit Humaninsulin.

Nicht nur die orthomolekulare Substanz als solche ist entscheidend für den therapeutischen Erfolg, sondern ihre Dosierung bzw. ihr Blut- und Gewebsspiegel.

Mit 0,04 mg Folsäure erreicht man nichts, mit 0,4 mg und mehr schütz man Embryonen vor dem offenen Rücken. Ist es nicht drollig, zu glauben, das sei die einzige Substanz, die Missbildungen verhindert?

Nehmen wir zum Beispiel Vitamin D. Jahrzehntelang wurden 200 IE täglich als Nahrungsergänzung empfohlen bzw. die ausreichende Zufuhr/Synthese durch eine „gesunde Ernährung“ und Sonnenbaden als ausreichend erachtet. Wie die Forschung der vergangenen Jahre zeigte, sind zur Aufrechterhaltung einer normalen Homöostase (keine Osteoporose, kein Hyperparathyreoidismus etc.) wesentlich höhere Dosierungen erforderlich und eine Deckung des Bedarfs weder durch die Ernährung (es sei denn, man isst jeden Tag reichlich Fisch oder Lebertran), noch durch Sonnenbaden (täglich eine halbe Stunde; die Sonne muss 45° über dem Horizont stehen; halbe Körperoberfläche; ohne Sonnenschutzmittel) zu erreichen. Empfohlen wird nunmehr von Fachleuten die „Nahrungsergänzung“ im Sommer mit 1000 IE und im Winter mit 4000 IE täglich. Daraufhin hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ihre Empfehlung zur Nahrungsergänzung für Gesunde auf 800 IE/Tag vervierfacht. Ausreichende Blutspiegel haben übrigens nur Säuglinge im ersten Lebensjahr – wegen der Rachitisprophylaxe. Millionen Menschen litten, weil wir Ärzte so lange nicht wussten, worauf es ankommt.

Und viele wissen bis heute nicht, dass manche lebenswichtigen Substanzen in der Menge, wie sie zum Gesundbleiben erforderlich sind, mit der Nahrung überhaupt nicht aufgenommen werden können, vor allem nicht bei einem gesteigerten Bedarf, wenn Krankheiten vorliegen.

Es gibt also lebenswichtige Stoffe, deren ausreichende Zufuhr selbst mit einer „gesunden Ernährung“ nicht zu decken ist. Um diese Substanzen kümmert sich die Orthomolekularmedizin. Sie werden primär eingesetzt und erst in zweiter Linie, bzw. wenn es dringend erforderlich ist, Medikamente oder Operationen.

Dr. med. Bernhard Welker
Facharzt für Gynäkologie
und Geburtshilfe
Königstr. 29
53115 Bonn

Tel.: +49 (0) 0228 – 22 44 80
welker-bonn@t-online.de


Gesundheitsseite Dr. med. B. G. Welker

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